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Wenn man Fotos beim Profi machen lässt, erwartet man normalerweise viele Blitze und ein einigermassen aufwändiges Set – professionell soll es halt sein. Im Studio ist das oftmals ja auch so und auch draussen „on location“ kann sehr viel Material eingesetzt werden. Vergangene Woche wollte ich aber genau das nicht machen.

Zusammen mit Ziiska fuhr ich an den Rhein. Ich hatte zwar viel Material dabei, plante aber, so wenig wie möglich einzusetzen. Der Plan sah folgendermassen aus: 1 Model, 1 Kamera, 1 Objektiv, 1 Blitz (und evtl. noch ein zusätzliches Objektiv). Als Kamera kam die Fuji X-T1 zum Einsatz. Darauf montierte ich das 56mm f1.2 Portrait-Objektiv (für einige Bilder das 23mm f1.4). Wie die Bilder aussehen sollten hatte ich nicht geplant. Ziiska hatte genügend Kleider und Bikinis dabei, sodass wir da problemlos wechseln und improvisieren konnten.

Zu Beginn fotografierte ich ausschliesslich mit dem verfügbaren Licht. Da es sehr sonnig war, versuchte ich Ziiska so oft wie möglich in den Schatten zu setzen, um nicht zu grosse Unterschiede zwischen hellen und dunklen Stellen zu haben. Zudem wurde sie so nicht geblendet und konnte ganz entspannt in die Welt schauen. Für die letzten Fotos setzte ich dann einen Elinchrom Quadra mit Schirm ein. Der Blitz diente nur als Aufheller und steuerte 20% zur Belichtung bei. Diese 20% mass ich mit dem Belichtungsmesser, der mir diese Prozentzahl anzeigt. Mit 20% nimmt man das Blitzlicht nicht wirklich war, je nachdem wie der Blitz steht sieht man aber die Reflexe in den Augen. Ab 30 oder 40% merkt man, dass geblitzt wurde.

Für die letzte Bildserie legte sich Ziiska ins Gras (auch das Model-Leben muss nicht immer streng sein) und ich schoss ein paar Portraits, ebenfalls mit dem Quadra aufgehellt. Der dabei eingesetzte Schirm verteilt das Licht grossflächig – dadurch ist das Licht weniger kontrollierbar als mit einer Softbox. Aber das war genau das, was ich wollte: weiches, gleichmässiges Licht über die ganze Szene.

Die Bilder sind sehr schlicht aber in meinen Augen dennoch schön geworden. Dies zeigt, dass man mit einer Kamera und einem Objektiv schöne Aufnahmen machen kann.

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