Bilderschutz im Internet

Diese Woche sah ich bei Didi Bachmann, einem cap-Komilitonen von mir, eine lange Diskussion über das Thema Bilderklau im Internet. Dass immer wieder Bilder „ausgeliehen“ werden, ist bekannt. Dass das nicht erlaubt ist, zwar auch, aber oftmals kommt man damit durch, da es mühselig ist, gestohlenen Bildern nachzujagen.

Welche Möglichkeiten hat man als BildergestalterIn nun aber? Viele Leute „schützen“ ihre Daten mit einem semitransparenten Wasserzeichen. Dieses kann man mit etwas Fleiss aber wegretuschieren. Zudem verunstaltet es die Fotos, was nicht wünschenswert ist.

Eine zweite Möglichkeit ist relativ mühsam: Auf Google oder Tin Eye können Bilder hochgeladen werden. Diese beiden Maschinen scannen dann das Netz und melden Webseiten, die das hochgeladene Bild verwenden.

Als dritte Möglichkeit gibt es Dienstleister, die Fotos mit unsichtbaren und vor allem auffindbaren Wasserzeichen versehen. Direkt in Photoshop eingebaut ist beispielsweise „Digimarc“. Diese Firma bietet verschiedene Abonnements. Für eine jährliche Gebühr kann eine bestimmte Anzahl Bilder geschützt werden. Via Login gelangt man dann zu seinem Profil und kann eine Durchforstung des Internets starten.

Interessant an Digimarc (und natürlich auch ähnlichen Anbietern) ist die Tatsache, dass das Wasserzeichen sehr „tief“ im Bild drin ist. Sogar wenn das Bild mittels Screenshot gespeichert wird, ist es noch drin und lässt sich zurückverfolgen.

Da ich alle meine Fotos mittels Lightroom organisiere, wollte ich wissen, ob ich die Wasserzeichen direkt von Lightroom aus einsetzen kann. Dies ist bis jetzt zwar nicht möglich, aber es gibt eine relativ elegante Art, dies zu überbrücken. In Lightroom kann man im Exportdialog einstellen, was nach dem Export passieren soll. Ich habe da jetzt eine in Photoshop programmierte Aktion eingebaut. Nun startet nach dem Export automatisch Photoshop und versieht die Fotos mit dem Wasserzeichen. Wie das geht, beschreibe ich im folgenden Film. Ich hoffe, es wird klar.

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