Die lieben Gruppenbilder

Heute Abend habe ich einen Einsatz für einen Kunden: Das Team geniesst ihr verspätetes „Weihnachtsessen“. Da die gesamte Belegschaft dabei ist, will der Chef die Chance nutzen und ein aktuelles Gruppenbild machen. Möglicherweise gibts auch noch Einzelportraits, doch das erfahre ich erst heute Abend. Zudem weiss ich, wo das Essen stattfindet und dass das Team in einem kleinen Saal des Restaurants sein wird. Ob ich da Platz habe, um die Bilder zu machen oder mir irgendwo einen Platz suchen muss, weiss ich allerdings noch nicht.

Wegen dieser Ausgangslage will ich möglichst flexibel reagieren können, gleichzeitig aber auch möglichst vorbereitet vor Ort erscheinen. Schliesslich möchte das Team ja essen und nicht stundenlang auf mich warten. Daher habe ich mir heute Morgen ein paar Gedanken gemacht, dich ich hier gerne aufführe:

  • Die beiden Quadras bestücke ich jeweils mit einem Schirm, um eine möglichst weite Streuung des Lichtes zu erhalten. Die beiden Quadras kommen links und rechts von mir zu stehen, so dass die ganze Gruppe „Licht erhält“. Das ist zwar nicht das spektakulärste Licht, aber so sind die Gesichter gleichmässig ausgeleuchtet, auch die der Leute in der hinteren Reihe
  • Falls nötig werde ich mit einem Canonblitz den Hintergrund aufhellen. Entweder mache ich dies mit einem Gobo-Filter (s. Bild), einer Farbfolie oder einfach in „weiss“. Das sehe ich vor Ort
  • Sollten Portraits erwünscht sein, werde ich mit zwei weiteren Systemblitzen (auch von Canon) ein kleines Set aufbauen mit einer Softbox als Hauptlicht und einem sogenannten Hairlight. Dabei werde ich ein Stroboset von Lastolite verwenden, um das Blitzlicht zu bündeln. Ebenfalls nehme ich einen Diffusor mit (weiss), den ich als Hintergrund verwenden kann.
  • Da wir in einem Raum arbeiten, wird das Licht immer gleich sein. Ich blitze also manuell und messe sämtliche Blitze vorgängig aus. So weiss ich, dass die Resultate konstant sein werden. Dies ist wichtig, falls die Portraits dann für offizielle Zwecke (Flyer, Website) gebraucht werden. Dann sollten sie einigermassen einheitlich daher kommen.

Das Set habe ich heute Vormittag aufgestellt und getestet (s. unten). Die Belichtungswerte waren innerhalb von ca 3 Metern in der Breite und 1m in der Tiefe plus/minus 1/3 Blende gleich. So muss ich vor Ort nur noch die Feineinstellung vornehmen und kann loslegen. Mal schauen, wie sehr die Situation vor Ort meinen Plan wieder durcheinander bringt 🙂

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Der Gobofilter macht aus einer „langweiligen“ Wand etwas Spezielles. Mit der Blitzstärke kann ich die Wirkung des Effekts steuern.

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Zwei Schirme fürs Licht: Wenn die Wände und Decke nicht weiss sind, wirds etwas schwieriger, da die Bilder dann einen Farbstich erhalten. Mit Hilfe des Colorpassports bringe ich diesen aber wieder raus.

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Vor dem Systemblitz hängt eine Linse mit einem Gobofilter dahinter. Dieser zaubert das Muster auf die Wand.

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