Die Metamorphose

Sabine Holbrook fährt Motorrad. Und zwar schnell, sehr schnell. Doch keine Angst, das ist alles legal. Sie ist eine von wenigen Frauen, die sich dem Motorradsport verschrieben haben. Nun braucht sie für nächste Saison ein neues Motorrad, was nicht gerade günstig ist. Daher versucht sie, auf verschiedenen Kanälen das Geld für ihr neues Motorrad zusammen zu bekommen.

Die Plattform „I believe in you“ bietet sich da geradezu an. Der Entscheid, ihr Projekt darüber vorzustellen war schnell getroffen. Doch was könnte sie den „Investoren“ anbieten? Sicherlich einen Tag mit ihr auf der Rennstrecke. Eine weitere Idee war ein persönlicher Kalender von ihr. Und da kam dann ich ins Spiel.

Vor dem Shooting sind Sabine und ich zusammen gesessen und haben überlegt, was für Bilder wir machen könnten. „Ölverschmierte Frau mit weissem, durchsichtigen Oberteil“ war für beide zu billig und plump. Und trotzdem wollten wir mit den Themen Weiblichkeit und Männersport spielen. Die Bilder dürften auch etwas sexy daherkommen, aber immer mit Stil. Nach einigem Überlegen kam mir die Idee, diese zwei Themen an den Anfang und an den Schluss zu stellen und dazwischen die Verwandlung (Metamorphose) von Sabine bildlich festzuhalten.

Sabine fand die Idee gut, ebenso Stephanie, die Visagistin. Sie hatte die Aufgabe, Sabine zu schminken und frisieren und sie so herzurichten, wie sie nie im Leben auf einen Töff steigen würde. Entsprechend war auch ihre Garderobe alles andere als motorrad-tauglich.

Dank des Warenliftes sowie der extra-breiten Studiotür brachten wir das Motorrad ohne Probleme ins Studio. Während des Schminkens hatte ich Zeit, die nötigen Lichter zu stellen und die passenden Lichtformer vorzubereiten. Und dann gings auch schon los: Über 340 Fotos später hatten wir die Favoriten gekürt. Neben den Kalenderfotos kreierten wir auch noch eine neue Autogrammkarte:

Masterfile_Sabine_Holbrook_10

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Nachbearbeitung musste ich noch die Blitze, die auf den Originalbildern zu sehen waren, wegretuschieren. In Photoshop generierte ich eine leere Ebene, füllte die mit dem dunkelsten Schwarz, das ich auf den Fotos finden konnte und legte die Ebene dann als unterste Ebene an. Das Originalbild maskierte ich und konnte dann mit einem schwarzen Pinsel die Lampen problemlos „löschen“ und dafür sorgen, dass der Hintergrund überall gleich dunkel war. Mit „Command y“ auf dem Mac kann man in Photoshop im sogenannten Farb-Proof-Modus arbeiten. Ich habe also im CMYK-Modus (für den Druck) gearbeitet und konnte so während der Retusche immer sehen, wie das Bild in etwa im Druck aussieht. Hier noch 3 Making-Of-Bilder (die Kalenderfotos sind noch „geheim“):

Making_Of_Sabine_Holbrook_8Making_Of_Sabine_Holbrook_5Making_Of_Sabine_Holbrook_11

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