Explosion im Fotostudio

Zugegeben: Der Titel ist etwas reisserisch und klingt dramatischer, als es wirklich war. Aber ich habe wirklich Freude an den Fotos und dachte mir, dass ich dem Ausdruck verleihen möchte…

Doch der Reihe nach. Ich habe mich in den letzten Wochen intensiv mit einer Investition in Blitze befasst. Ich wollte meinen „Fuhrpark“ reduzieren, respektive optimieren und war auf der Such nach leistungsfähigen Blitzen, die ich sowohl im Studio wie auch bei Kunden einsetzen kann. Bisher benutzte ich Elinchrom-Blitze, vier Studioblitze und vier akkubetriebene für draussen.

Elinchrom bietet zumindest im Moment keine starken Outdoor-Blitze an, die technologisch aktuell sind. Die ELB sind genial, stossen aber auch an ihre Leistungsgrenze, wenn es darum geht, Fahrzeuge oder grössere Gruppen zu fotografieren. Zudem ist ihr Einstelllicht zu schwach, um es effizient bei Portraits (grosse Pupillen) zu nutzen. Die neuen Elinchrom Studioblitze gefallen mir, haben aber den „Nachteil“, dass sie eine Steckdose brauchen.

Ich machte mich also auf die Suche und landete schlussendlich bei Broncolor. Sicherlich nicht die günstigste Variante, aber doch eine der besten auf dem Markt. Und wenn ich mich richtig habe informieren und beraten lassen, sind sie eine Investition, die längerfristig ist. Damit relativiert sich auch der Preis.

Letzte Woche war es dann soweit, ich fuhr zu Light + Byte in Zürich und habe mich ausgerüstet. Am Freitag Vormittag dann testete ich die Blitze zum ersten Mal im Studio. In einem „How-To-Video“ von Broncolor sah ich, wie der Fotograf explodierende Ballons fotografierte, um die kurzen Abbrennzeiten der Siros Blitze zu demonstrieren.

Ich baute das Set also 1:1 nach und versuchte, die explodierenden Ballons zu fotografieren. Da ich über keinen akkustischen Blitzauslöser verfüge, galt es, gleichzeitig den Ballon „abzustechen“ und die Blitzauslösetaste zu drücken. Einige Male klappte das perfekt, einige Male erhielt ich schwarze Fotos.

Gerne zeige ich hier die Bilder direkt aus der Kamera (bis auf das Letzte). Beim ersten Bild setzte ich einen Elinchromblitz für den Hintergrund ein. Das zurückgeworfene Licht beleuchtete gleichzeitig die linke Bildhälfte. In diesem Bild waren die Tropfen unscharf, während sie bei den Bildern mit zwei Broncolor Blitzen perfekt eingefroren sind.

Nun gilt es, die Handhabung der Blitze zu automatisieren, damit die Handgriffe sitzen.

Unten links sieht man, wie die Wassertropfen verwischen. Die Blitzabbrennzeit ist zu lange und friert die Tropfen nicht ein.

Unten links sieht man, wie die Wassertropfen verwischen. Die Blitzabbrennzeit ist zu lange und friert die Tropfen nicht ein.

Dank extrem kurzer Blitzabbrennzeit werden die Wassertropfen aus dem explodierenden Ballon scharf.

Dank extrem kurzer Blitzabbrennzeit werden die Wassertropfen aus dem explodierenden Ballon scharf.

Die ersten drei Bilder sind direkt aus der Kamera, inkl. meiner Hand und dem oberen Teil des Aquariums.

Die ersten drei Bilder sind direkt aus der Kamera, inkl. meiner Hand und dem oberen Teil des Aquariums.

Das Bild nach der Retusche.

Das Bild nach der Retusche.

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