Frauenpower

Von wegen schwaches Geschlecht… Vor einigen Wochen war ich mit Markus beim Klettern im Aranea+. Dort fielen mir zwei junge Damen auf, die während des Einwärmens einarmige Klimmzüge machten. Kurzentschlossen ging ich zu den beiden hin und fragte, ob sie Lust auf ein Fotoshooting hätten. Sie hatten. Nach einem ersten Vortreffen hatte ich eine Fahrstunde bei Johnny: für das Shooting durfte ich die Hebebühne nutzen, um von oben zu fotografieren. Doch um dieses Gefährt mindestens ausrichten und die Bühne platzieren zu können ohne grösseren Landschaden anzurichten, brauchte ich eben eine Einführung.

Letzte Woche konnte ich dann meine neu erlernten Fähigkeiten einsetzen und den beiden Klettererinnen genauer auf die Finger schauen. Ich richtete also die erste „Szene“ ein: Die beiden sollten sich wie gewohnt zuerst aufwärmen. Schliesslich kommen Gesundheit und Sicherheit der AthletInnen immer zuerst. Über ein paar Leisten installierte ich ein Striplight. Dieses richtete ich nach unten und schloss mit Verschlusszeit und Blende soviel Umgebungslicht wie möglich aus. Der Blitz von oben wurde damit zum Hauptlicht und betonte die Schultermuskulatur der beiden.

Nachdem die beiden warm waren, galt es ernst. Ich fuhr die Hebebühne in Position und lud mein Material drauf. So zu arbeiten war genial. Ursprünglich hatte ich mich schon an Fixseilen hängen sehen. So aber hatte ich Platz, um den Blitz zu stellen und meine Position anzupassen und Objektive zu wechseln.

Zu Beginn der Routen liess ich den Blitz weg und arbeitete nur mit dem vorhandenen Licht, ab einigen Metern Höhe stellte ich dann die Kamera um und arbeitete mit dem Blitz (ELB 400 mit Standardreflektor und teilweise mit Wabe). Eigentlich hatte ich mit dem Snoot arbeiten wollen (sehr enger Lichtkegel), doch ohne Assistent war es praktisch unmöglich, die Klettererin im Licht zu behalten und auch noch zu fotografieren. Selbst mit dem schlussendlich weiteren Lichtkreis wäre hier eine zweite Person kein Luxus gewesen.

Beim zweiten Durchgang benutzte ich das Fischauge, um ungewohntere Perspektiven zu fotografieren. Beim dritten Anlauf dann setzte ich das Tele ein, um die Person bildfüllend abzulichten.

Fürs erste Mal in dieser Umgebung bin ich mit den Resultaten zufrieden, aber wie heisst es so schön? Übung macht den Meister..

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