HDR-Funktion in Lightroom CC

Letzte Woche wurde wahr, worüber so lange spekuliert worden war: Adobe veröffentlichte das neue Lightroom mit einigen neuen Funktionen. Eine fand ich sehr spannend und testete sie letzte Woche aus: die Möglichkeit, HDR Bilder direkt in Lightroom zu erstellen.*

Für dieses Verfahren gab es schon länger Photoshop oder spezielle Software. Nun funktioniert es auch direkt in Lightroom. Wie gesagt testete ich es letzte Woche aus, da trotz Lee-Filtern die Helligkeitsunterschiede in den Lichtern und Schatten zu gross waren. Lightroom rechnet die Bilder sehr neutral zusammen, ohne grosse Möglichkeiten, in den Vorgang einzugreifen. Wenn man aber möglichst realistische Bilder möchte, passt das perfekt. Als Endprodukt erhält man eine RAW-Datei im Adobe-eigenen DNG-Format. Das heisst, man kann anschliessend das HDR-Bild gleich entwickeln wie eine RAW-Datei direkt aus der Kamera. Das ist neu und platzsparend. In Photoshop und anderen Programmen waren TIFF-Dateien das Resultat. Und die sind wesentlich grösser als die RAW-Dateien. Zudem können in Lightroom sämtliche Entwicklungsschritte jederzeit wieder rückgängig gemacht werden.

Unten sind nun die entsprechenden Fotos von letzter Woche, die schwarz-weiss Konversion machte ich mit NIK Silver Effex Pro.

Masterfile_Merishausen_1 Masterfile_Merishausen_2
Masterfile_Merishausen_3 Masterfile_Merishausen_3-Bearbeitet

* Für alle, die nicht wissen, was HDR ist: HDR heisst High Dynamic Range, sinngemäss übersetzt „hoher Dynamikbereich“. Dabei wird eine Situation mit verschiedenen Belichtungswerten fotografiert. Diese Bilder werden dann übereinandergelegt. Von den dunkelsten Bildern werden die hellsten Bereiche gewählt (weil die bei den dunklen Bildern nicht überbelichtet sind), von den hellsten Bildern die dunkelsten. Schlussendlich hat man ein Bild, das korrekt belichtete hellste und dunkelste Stellen hat.

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