Hinter den Kulissen

Letzte Woche habe ich von Barbara die Making-Of-Fotos des Bächli-Shootings erhalten. Es hat ein paar sehr coole Bilder darunter. Daher dachte ich, ich lüfte den Vorhang des Shootings ein bisschen und erkläre, wie wir zu den Bildern gekommen sind und woran man generell denken sollte.

Beginnen wir mit dem eigentlichen Fotografieren:

Ungewöhnliche Perspektiven verhelfen oft zu interessanteren Bildern. Je nach Thema ist es angenehmer oder weniger angenehm, den etwas anderen Winkel zu suchen. Wichtig ist daher die richtige Ausrüstung. Genau gleich wie die Modelle und die restliche Crew war ich so ausgerüstet, dass ich die betreffende Sportart gleich hätte ausführen können. D.h. zum Beispiel bei den Bildern zu den Hochtouren, dass ich den Klettergurt anhatte, Bergschuhe sowie Steigeisen. Ich hatte auch den Pickel dabei, für alle Fälle. Zudem ist es wichtig, als Fotograf warm genug angezogen zu sein. Im Gegensatz zu den Modellen ist man nicht ständig in Bewegung.

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Mit Remo hatten wir einen Bergführer im Team, der für die Sicherheit aller verantwortlich war. Wo nötig hat er mich direkt gesichert, sodass ich auch von exponierteren Standorten fotografieren konnte:

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Als ich die Modelle auf einem exponierten Grat ablichten wollte, sicherte Remo die Seilschaften von oben. Schliesslich sollten sie sich so sicher wie möglich in Pose werfen können. Für mich bedeutete dies dann in der Postproduktion, dass ich das „falsche“ Seil retuschieren musste.

Nach jedem Thema sicherte ich die Fotos auf den Laptop und von da aus noch auf eine externe Festplatte. Die vollen Speicherkarten tauschte ich gegen leere aus. Somit waren sämtliche Bilder dreimal gesichert. Zurück im Studio kopierte ich die Bilder dann auf mein Raid-Laufwerk und sicherte sie wiederum auf 2 externe, unabhängige Systeme. Erst dann löschte ich die Speicherkarten.

Doch zurück zum Shooting: Zusammen mit Barbara, der Verantwortlichen des Shootings, schauten wir die Bilder durch und machten erste Auswahlen.

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Bereits beim Fotografieren zog ich sie immer wieder hinzu, um sicher zu stellen, dass die Bilder ihren Anforderungen entsprachen. Beim grellsten Sonnenschein benutzte ich übrigens eine „Hoodman-Luppe“, um das Display abzudecken und die Datei klar und deutlich zu sehen.

Womit wir bei einigen technischen Hinweisen angelangt sind: In den Abend- Morgenstunden fotografierte ich oft nur mit dem vorhandenen Licht. Vor allem aber tagsüber setzte ich auch Blitzlicht ein, um die Modelle im Gegenlicht aufzuhellen und Farben richtig leuchten zu lassen. Dabei benutzte ich verschiedene Möglichkeiten:

Das Pocketwizardsystem (damit erreiche ich auch mit den Quadras Verschlusszeiten von 1/8000s) ermöglichte es mir, meine Canonblitze und die Elinchrom Quadras zu mischen.

Bei einigen Fotos benutzte ich den Canon-Blitz auf der Kamera als „Master“. Barbara hielt einen zweiten Blitz, der als „Slave“ programmiert war und verfolgte die Modelle.

Wie erwähnt kamen auch die Quadras von Elinchrom zum Einsatz. Diese Blitze haben für ihre Grösse und ihr Gewicht sehr viel Power und können auch über mehrere Meter noch das Tüpfelchen aufs i setzen. Wichtig war für mich vor allem, dass ich die Blitze „entfesselt“ auslösen konnte. Zudem musste ich sie je nach Aufnahme weit genug weg platzieren können, damit sie auch bei Weitwinkelaufnahmen nicht im Bild waren.

Zusammen mit den 2 Paletten an Kleidern und Ausrüstung also eine ziemliche Materialschlacht. Aber eine, die Spass macht!

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