Lightroom Presets von Sleeklens

Wie bereits angesprochen, hat mich Janet von sleeklens angefragt, ob ich ihre Lightroom Presets testen und darüber schreiben würde. Ich habe das bereits zweimal kurz gemacht und halte mich auch heute wieder kurz:

Letzte Woche war ich am Rheinfall, um ein für ein anstehendes Shooting die optimale Location zu finden. Ich habe zwei Schnappschüsse gemacht. Zurück im Studio habe ich diese dann entwickelt und dabei auf Landschafts-Presets für Lightroom von sleeklens zurückgegriffen. Die Firma bietet auch Aktionen für Photoshop an, die allerdings auf Englisch programmiert sind. Bei anderen Aktionen habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese in der deutschen Photoshop-Version nicht funktionieren. Daher habe ich sleeklens gebeten, mir die LR-Presets zu geben, da dies problemlos funktioniert.

Beim folgenden Bild habe ich das Preset „All In One – Dawn Rising“ eingesetzt, die Lichter und Tiefen angepasst sowie als Kameraprofil Fuji’s Camera Classic Chrome gewählt.

160909-Test-X-T2-005 160909-Test-X-T2-005

Beim Bild vom Schlösschen Wörth probierte ich etwas länger und entschied mich dann für das Preset „Pastel Caress“. Fürs Finetuning benutzte ich die Regler „Lichter“ und „Tiefen“, gab etwas Klarheit bei und erhöhte die Dynamik. Als Abschluss beschnitt ich das weiss ein wenig.

160909-Test-X-T2-008 160909-Test-X-T2-008

Die Presets – wie alle Presets – helfen einem, relativ schnell in Richtung Ziel zu kommen. Zum Schluss muss aber jedes Bild individuell behandelt werden, damit es dann passt. Zudem ist es so, dass die Presets auch Geschmacksache sind. Ich passe diese dann nach meinem Geschmack an und speichere sie neu, damit sie für mich stimmen. Dies ist mit Extra-Aufwand verbunden, erlaubt es aber, einen gewissen Stil auch bei der Bildentwicklung beizubehalten.

Genial finde ich zudem die Vorgaben für die lokalen Anpassungen (LR-Pinsel), mit welchen man sehr gezielt einen Teil des Bildes anpassen kann. Diese Pinsel sind auch wieder anpassbar, und sind wirklich sehr hilfreich. So kann man bereits bei der Raw-Entwicklung kleine Details bearbeiten und profitiert von den Möglichkeiten des Kamerasensors, bevor die Rohdaten als TIFF oder PSD an Photoshop weitergegeben werden

Fazit: Ich finde nicht alle Presets brauchbar, zudem gibt es welche (vor allem die Schärfe-Vorgaben), die mir nichts nützen, aber die Vorgaben helfen, schnell in Richtung Ziel zu kommen. Zudem können sie Ideen geben, wie das Bild aussehen könnte (im Navigator sieht man jeweils die Vorschau). Die Pinsel sind wirklich hilfreich. Zwar kann man alles selber „programmieren“, aber für rund CHF 40.00 stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis.

WICHTIG: Presets bedeuten nicht, dass man jedes Bild retten kann. Eine gute Komposition sowie Belichtung helfen, die Möglichkeiten eines RAW-Konverters optimal auszunutzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.