Malen mit Licht

Manchmal ist es spannend, wie ein (vermeintlich) einfaches Bild immer komplexer wird, bis es im Kasten ist. So geschehen vor ein paar Tagen im Studio. Dabei war die Ausgangslage einfach:

Ich wollte eine Expressschlinge (Sicherungsgerät beim Klettern) fotografieren und dabei nur einzelne Stellen mit einer Taschenlampe hervorheben, während der Rest schwarz bleibt. Herausgekommen ist ein Bild, für welches zwei Personen nötig waren plus eine Leuchtstoffröhre mit roter Folie, eine LED-Taschenlampe, eine Nebelmaschine sowie ein Handblitz mit einer blauen Folie. Der Aufnahmevorgang kann in folgende Schritte unterteilt werden:

– Person 1 löst die Kamera per Kabel aus. So wird ein Verwackeln verhindert, vor allem, wenn am Ende der Aufnahme der Verschluss wieder geschlossen wird

– Person 1 „malt“ mit der LED-Taschenlampe über die Stellen, die sichtbar werden sollen

– Person 2 betätigt die Nebelmaschine, während die 1. Person die Leuchtstoffröhre ein- und aussteckt, um das rote Licht zu erhalten. Der Nebel macht dieses Licht sichtbarer

– Person 2 bleibt an der Nebelmaschine, schwenkt sie, die 1. Person wechselt zum Handblitz und blitzt aus verschiedenen Winkeln in den Nebel und auf das Metall

– Person 1 schliesst nach rund 70 Sekunden Belichtungszeit den Verschluss wieder mit dem Kabelauslöser

 

Das Resultat sehen Sie unten, ebenso das eingesetzte Material. Das „Lustigste“ an dieser Art zu Fotografieren ist, dass das Bild nie mehr genau gleich reproduziert werden kann. So hat man zwar ein Unikat, aber es ist extrem schwierig, einen starken Teil zu wiederholen und einen schwachen zu ersetzen. Geduld ist gefragt und irgendwann war die bei uns dann aus…

 

Making_Of_Lightpainting_1

Auswahl_Lightpainting_2

 

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