Schau mir in die Augen…

Augen faszinieren. Vor allem bei Portraits ist es wichtig, diese ins richtige Licht zu rücken und „lebendig“ darzustellen. Das ist zwar nicht immer ganz so einfach wie es klingt, aber es gibt hier verschiedene Hilfsmittel, um eben dies zu erreichen.

Je nach Mensch liegen die Augen tiefer oder weniger tief. Je tiefer, desto schwieriger ist es, direkt mit der Belichtung die Augenhöhle richtig hell zu bringen. Ein wichtiges Hilfsmittel dazu sind Reflektoren, die das Licht „umlenken“ und an die gewünschte Stelle bringen. Wenn ich beispielsweise das Licht links oben (vom Model aus gesehen) setze, kann ich mit einem Reflektor rechts vom Model nicht nur die Partie unterhalb des Kinns sowie die rechte Seite des Models aufhellen, sondern eben auch die Augenhöhle.

Bei Portraits verwende ich sehr gerne drei Reflektoren, die relativ nahe beim Model stehen. Der eine Reflektor ist dabei direkt vor dem Model und die anderen zwei ragen auf der Seite hoch. Der Blitz ist dabei mehr oder weniger zentral oberhalb des Models angebracht. Je mehr das Hauptlicht (also der Blitz) dabei auf der Achse Kamera-Model liegt, desto symmetrischer werden die Reflexionen. Woran man das erkennt?

Ganz einfach: Die Augen sind nicht nur das Tor zur Seele, sondern auch zum Lichtaufbau (zumindest dem Licht vor dem Model): Die hellen Punkte in den Augen zeigen an, wo die Lichtquellen sind, seien dies nun Blitze oder eben auch Reflektoren. Die Reflexe in den Augen lassen diese lebendiger erscheinen, ganz ohne Photoshop. Je heller dabei die Umgebung, desto grösser ist die Iris und damit der „farbige“ Teil des Auges.

Masterfile_Sabina_Höfer_1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollten die Augen trotz aller Massnahmen doch mal etwas zu dunkel geraten (z.B. Cowboyhut), kann man sie leicht aufhellen:

Entweder mit dem Pinsel in Lightroom oder mit einer Korrekturebene in Photoshop: Eine Korrekturebene „Gradationskurve“ erstellen und das gesamte Bild eine Blende heller machen. Anschliessend die Alt-Taste klicken und aufs Maskensymbol klicken. So entsteht eine schwarze Maske, welche die Korrekturebene versteckt. Mit einem weichen weissen Pinsel kann nun die Maske über den Augen weggemalt werden (komplett). Jetzt sieht das Model aus, als ob sie zu lange eine Sonnenbrille getragen habe. Daher passen wir anschliessend die Deckkraft der Korrekturebene an, bis es harmonisch wirkt.

Masterfile_Sabina_Höfer_6

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