So leicht kann Qualität sein

Wie im letzten Beitrag versprochen befasse ich mich in diesem Eintrag mit der Fuji X100s, resp. meinen ersten Eindrücken mit dieser Kamera. Eigentlich kommt diese Kamera für mich gar nicht in Frage, da sie keinen Vollformatsensor hat. Mit dem Verkauf der 7D habe ich mich aus diesem Segment verabschiedet und wollte eigentlich nicht wieder dahin zurück. Über Ostern durfte ich die X100s testen und muss ehrlich sagen, dass mich die Qualität der (RAW-) Dateien mehr als überzeugt hat – auch bei hohen ISO-Werten, wie ich sie bei Reportageeinsätzen oft brauche.

Am folgenden Tag gingen wir in einen „Mittelalterpark“ und schauten uns dabei diverse Shows an. In einer Show schwirrten unzählige Greifvögel durch die Luft, teils haarscharf an den Köpfen des Publikums vorbei. Auch dabei gelangen mir trotzt der 35mm Festbrennweite scharfe Fotos. Und dank der Dateigrösse konnte ich die in Lightroom auch noch etwas zuschneiden.Wir waren über Ostern in Frankreich unterwegs und schauten uns ein Lichterspektakel in der Nacht an. Dabei wurde eine Geschichte erzählt und die Figuren auf Wasserfontänen und an die Wand projiziert. Dabei fotografierte ich mit 3200 ISO, ging aber auch mal rauf auf 6400 ISO. Und ja, die Dateien rauschten, aber nicht mehr als bei meiner 5D Mark III. Sämtliche Fotos schoss ich aus der Hand – dies natürlich auch dank der sehr grossen Blende 2.

Spannend finde ich auch noch die Möglichkeit der Panoramafotografie, wie man sie z.B. vom iPhone her kennt: Man scannt 120° oder 180° ab und erhält am Schluss ein JPEG-Panorama. Hier kann ich die Kamera aber ins Hochformat nehmen und ein Panorama schiessen. So wird das Bild höher, als wenn ich im Querformat ein Panorama mache.

Die RAW-Dateien werden mit über 30 MB zwar sehr gross, lassen sich aber super bearbeiten und stehen in meinen Augen den Dateien einer Mark III in nichts nach. Und wenn man bedenkt, dass die Kamera inkl. Festbrennweite nur ca. 1/3 wiegt, hat man eigentlich keinen Grund mehr, ohne Kamera weg zu gehen. Selbstverständlich wird die Fuji X100s nicht meine Mark III ersetzen. Erstens bin ich da momentan noch schneller in den Einstellungen und zweitens habe ich mehr Möglichkeiten mit den Objektiven. (Da wird dann die XT1 von Fuji interessant werden). Allerdings nehme ich die X100s getrost mit auf kleine Ausflüge. Zuerst nehme ich sie jetzt aber mit auf einen grossen Ausflug: Sie kommt als Zweitkamera mit auf die Denali-Expedition, die am Samstag losgeht. Mal schauen, was sie von der Kälte und der Höhe hält…

 

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