Starke JPEGs in der Höhe

Letzte Woche habe ich im Tourenleiterkurs 1 des SAC, resp. dem Cours de Chef du CAS, eine Weiterbildung in den Bergen geniessen können. Obwohl der Fokus dabei auf der Ausbildung lag, hoffte ich doch, das eine oder andere gelungene Bild nach Hause nehmen zu können. Um möglichst leicht unterwegs zu sein, entschied ich mich, nur das 35mm Objektiv (entspricht dem 50mm Objektiv an einer Kleinbild-Vollformatkamera) mitzunehmen. Dieses Objektiv ist mit einer Offenblende von 1.2 extrem lichtstark, sehr scharf und dennoch leicht.

In den letzten Wochen habe ich mich weiter vertieft in die Welt von Fuji’s X-Kameras und viel gelesen über die X-T1 und natürlich auch damit experimentiert. Obwohl ich eigentlich ausschliesslich RAW-Fotos mache und sie dann in Lightroom entwickle, habe ich permanent die Option „RAW und JPEG“ aktiviert. Denn die Kamera kann nur dann ein Bild in 100%-iger Grösse anzeigen, wenn auch ein JPEG aufgenommen wird. So kann ich also bereits am Bildschirm der Kamera die Schärfe überprüfen.

Zudem schwärmen viele FotografInnen von der Qualität der JPEGs. Fuji hat mehrere Filmsimulationen eingebaut, die direkte in die JPEG-Datei geschrieben werden, oder im internen RAW-Entwickler verwendet werden können. Diese Filmsimulationen sind zwar Geschmacksache, aber in der Tat sehr gut. Dabei ist es so wie früher beim Film: Man entscheidet sich für einen Film und damit für seine Charakteristik, legt ihn ein und fotografiert damit. Punkt. Wie beim Film kann die Charakteristik der Simulation am Computer nicht mehr geändert werden.

Seit dem Update zur Firmware 3 (Firmware 4 steht in den Startlöchern) gibt es eine neue Simulation: Classic Chrome. Diese Filmsimulation basiert nicht auf einem eigentlichen Film, sondern ähnelt im Resultat entsättigten Reportagefotos aus den 80-er Jahre. Mir persönlich gefällt die Charakteristik, daher entschied ich mich, diese Simulation im Kurs auf meine JPEGs anzuwenden. Die folgenden JPEGs stammend direkt aus der Kamera und wurden nicht bearbeitet, höchstens beschnitten:

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Wie bereits gesagt, gefällt mir die Filmsimulation Classic Chrome so gut, dass ich sie dann auch in Lightroom oft verwende. Einzig bei Bildern mit viel Blau wird mir die Datei etwas zu „verfärbt“. Auf dem zweiten Bild passt das zwar noch einigermassen, aber bei der blauen Jacke auf dem dritten Bild oder blauen Jacken vor blauem Himmel wirkt das Bild für meinen Geschmack dann zu „verwaschen“.

So oder so hat sich aber gezeigt, dass die JPEGs mehr als nur zeigbar und durchaus Alternativen zu den Rohdaten sind. Nichtsdestotrotz behalte ich mir gerne die Freiheit vor, am grossen Bildschirm zu entscheiden, in welchem Look ein Bild schlussendlich gezeigt werden soll. Sämtliche Filmsimulationen der Kamera stehen auch in Lightroom zur Verfügung. Sie sind zwar nicht genau gleich, ähneln für meine Augen dem Original aus der Kamera aber sehr genau. So oder so hat sich beim Durchsehen der Bilder gezeigt, dass sich die Woche nicht nur bergsteigerisch gelohnt hat.

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