Studiofotografie vor Ort

Neulich habe ich für einen grossen Kunden zwei neue Geräte fotografieren dürfen. Um den Produktionsprozess so wenig wie möglich zu stören, schossen wir die Fotos gleich vor Ort. Ich wusste zwar, dass die Fotos in einem Industriegebäude entstehen würden, hatte aber keine Ahnung, wie genau es dort aussehen würde. Also wappnete ich mich für fast alle Eventualitäten.

Zur Ausrüstung gehörten neben vielem Anderen dieses Mal auch weisse Laken. Im Vorfeld hatte ich die Geräte auf einem Bild bereits einmal zu sehen bekommen und dabei bemerkt, dass ein grosser Teil aus spiegelndem Material bestand. Mit den Laken wollte ich mögliche störende Spiegelungen abdecken.

Die Lichtakzente wollte ich mit Striplights erzeugen, da die Reflexe dieser Form von Softboxen auf technischen Geräten meiner Meinung nach sehr gut aussehen. Wichtig dabei: Unbedingt allfällige Waben abmontieren, da diese ebenfalls zu sehen sind – diese Reflexionen stören. Als Blitze setzte ich zwei Quadras ein.

Wie gewöhnlich bei solchen Shootings dauerte die Installation am Längsten: Auflage schaffen, Hintergrundsystem installieren, Gerät in Position bringen, Blitze und Kamera aufbauen, Belichtung messen, Testbild, Gerät umpositionieren, Laken neu stellen, Blitze neu ausrichten, ausmessen und wieder testen. Sobald alles stand, waren die vier gewünschten Bilder schnell im Kasten. Dies auch dank der tatkräftigen Mithilfe der Mitarbeitenden, die auch mit ihrem Improvisationstalent zum Erfolg verhalfen.

Im Studio wartete dann trotz sorgfältigen Aufnahmen einiges an Retuschearbeit: Ich stellte die Geräte frei, um einen separaten Hintergrund einzufügen (Verlauf von grau nach weiss) und retuschierte Spiegelungen weg. Zwar erfüllten die mitgebrachten Laken ihren Dienst, aber ich hatte zu wenige, um sämtliche Spiegelungen und Reflexionen zu verhindern.

Hier noch zwei Making-Ofs des Shootings. Die Laken wurden wie beschrieben neu gestellt, nachdem das Gerät noch etwas abgedreht hatte werden müssen. Der Reflektor links neben dem Set gehört eigentlich nicht aufs Bild, da er nicht zum Einsatz. Auf dem zweiten Bild wird der Monitor in Betrieb genommen, damit das Bild dann so realistisch wie möglich wird.

MakingOf1 MakingOf2

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